Nachhaltigkeit ist Notwendigkeit, nicht Trend

  • ISPO TEXTRENDS bietet neuen Bereich ECO ERA
  • ISPO AWARD würdigt nachhaltiges Engagement

Sport und Natur sind stark miteinander verbunden. Daher spielt Nachhaltigkeit in der Sportbranche eine immer wichtigere Rolle. Schonende Produktionsverfahren, neue Recyclingmöglichkeiten und damit auch neuartige Produkte verändern aktuell das Angebot. ISPO TEXTRENDS berücksichtigt diese Entwicklung durch die neue Kategorie ECO ERA. Sie präsentiert Innovationen, die den Markt bereichern und die Natur schützen. Umweltfreundliche Produktneuheiten werden außerdem beim ISPO AWARD durch die ECO JURY mit Zusatzpunkten ausgezeichnet.

ISPO TEXTRENDS präsentiert auf der ISPO MUNICH 2017, vom 5. bis 7. Februar, erstmals den neuen Bereich ECO ERA. Hier werden zukünftig nachhaltige textile Innovationen ausgezeichnet.

Auch die ISPO AWARD Jury berücksichtigt Nachhaltigkeit mit zusätzlichen Punkten bei der Bewertung und verleiht außerdem eine gesonderte Auszeichnung für herausragendes Engagement im Umweltschutz. Wer überzeugen konnte, wird Anfang 2017 bekannt gegeben. Weitere Informationen auch unter ispo.com

Einige Sportmarken stehen bereits in enger Verbindung zur Natur und präsentieren sich verstärkt mit einer ganzheitlichen nachhaltigen Unternehmensphilosophie. Und es werden immer mehr. Gleichzeitig erwarten die Kunden transparente Produktinformationen zur Herstellung und überdenken noch mehr das eigene Konsumverhalten.

ISPO AWARD Juror Benjamin Marias sieht Nachhaltigkeit nicht als Trend, sondern als Notwendigkeit: „Die heutige Massenproduktion wird irgendwann nicht mehr möglich sein. Konsumenten werden zum Beispiel durch 3D-Drucker selbst verstärkt zu Herstellern. Die Produkte zeigen sich noch recycelbarer und robuster. Außerdem ist zu erwarten, dass sich das Prinzip der Leihprodukte weiter etabliert.“

Nachhaltige Produkte haben sich aus dem Nischenbereich entfernt. Unternehmen arbeiten heute intensiv daran, die Standards und Möglichkeiten voranzutreiben. ISPO AWARD Preisträger Patagonia überzeugte mit seinen Neoprenanzügen aus Yulex-Naturkautschuk. Aktuell folgt die Marke Picture Organic Clothing mit einer weiteren Innovation auf natürlicher Basis. Beide liefern damit nach knapp 60 Jahren eine erste Alternative zum Surf-Wetsuit auf Erdölbasis.

Gerade die Stoffentwicklung bietet spannende Neuheiten, beispielweise aus bisher ungenutzten nachwachsenden Rohstoffen und reagiert damit auf die stärkere Nachfrage der Konsumenten. ISPO TEXTRENDS Jurorin und Trendforscherin, Louisa Smith, bestätigt die starke Entwicklung. Sie sieht Nachhaltigkeit als fortlaufenden Prozess, der die Textilindustrie zu ganz neuen Produkten anregt: „Im Sportbereich steht die Funktion im Vordergrund. Der Markt bietet dafür nachhaltige Lösungen mit recycelten Materialien, ressourcenschonenden Herstellungsverfahren und unbedenklichen chemischen Verfahren. Die Gesundheit der Konsumenten steht im Vordergrund. Gerade die neuen synthetischen Stoffe spielen eine bedeutende Rolle. Neben den bekannten natürlichen Materialien bieten sie enormes Potential für umweltschonende Kollektionen.“

Für ISPO AWARD Jurorin Anna Rodewald bedeutet nachhaltig vor allem zukunftsfähig: „Durch vorausschauendes Handeln ergibt sich für Unternehmen, dank Innovationen in Prozessen, Beziehungen und Geschäftsmodellen, ein signifikanter Wettbewerbsvorteil. Hilfestellung liefern die etablierten und jüngst entwickelten Standards, wie zum Beispiel der Global Recycled Standard und der kürzlich lancierte Wollstandard von Textile Exchange. Außerdem bietet der Higg Index der Sustainable Apparel Coalition eine gemeinsame Bewertungsgrundlage von Rohmaterialien als Basis für eine einheitliche Sprache und Vorgehensweise für die textile Herstellungskette.“

Weitere Informationen zum ISPO AWARD und den Teilnahmebindungen gibt es hier. Bewerbungsschluss ist der 13. Januar 2017.

Weitere Informationen zum ISPO AWARD und ISPO TEXTRENDS finden Sie unter www.ispo.com und auf Facebook: facebook.com/ispomunich

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