Neues Bewusstsein für Regionalität stärkt stationäre Händler

Der Sportfachhandelsverband hat bewiesen, dass die stützenden Pfeiler einer Genossenschaft und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Industrie für Stabilität in Zeiten der Krise sorgen. Ein Push in der Digitalisierung schafft Ergänzungen für den stationären Handel.

Nach dem wochenlangen Corona-Shutdown zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung stehen die Türen aller SPORT 2000 Geschäfte der 240 Händler in Österreich seit rund zwei Monaten wieder offen. „Die Krise hat SPORT 2000, so wie alle, unerwartet getroffen. Gemeinsam mit unseren Händlern und Lieferanten haben wir der ersten Phase der Krise jedoch relativ gut standgehalten. Auch wenn es jetzt langsam wieder bergauf geht, heißt es, weiterhin achtsam zu sein“,zieht Dr. Holger Schwarting, Vorstand von SPORT 2000 Österreich, eine erste Bilanz nach dem Lockdown. Er sieht vor allem im gemeinschaftlichen Handeln seiner Genossenschaft in herausfordernden Zeiten eine klare Stärke und bedankt sich bei seinen Händlern und Industriepartnern für den Zusammenhalt: „Unsere Händler arbeiteten vom ersten Tag an konzentriert und fokussiert an der Bewältigung der Situation. Es kam zu keinem Zeitpunkt panische Stimmung auf. Wir haben gemeinsam immer an einem Strang gezogen, auch mit unseren Industriepartnern. Von einem endgültigen Ende der Krise kann man jedoch noch nicht sprechen. Es liegt noch einiges vor uns, wir befinden uns jedoch auf einem guten Weg“,erklärt Schwarting. So sind wichtige Fragen zur zukünftigen Entwicklung der Branche – unter anderem, wie sich der Sommer- und anschließende Wintertourismus in Österreich entwickeln – im Moment noch offen. Dies bedeutet Planungsunsicherheit für die Händler in Tourismusgebieten.

Chancen der Krise: Regionalität und Gesundheit gewinnen für Menschen an Bedeutung

Covid-19 hat den Alltag der Menschen auf der gesamten Welt auf den Kopf gestellt – sowohl beruflich als auch privat. Das Bewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher für die eigene Gesundheit und den Wert der regionalen Wirtschaft wurde durch die Erfahrungen der letzten Wochen nachhaltig gestärkt. Für Schwarting eine positive Entwicklung, von der der beratungsintensive Sportfachhandel profitiert: „Die Krise hat das Verhalten der Menschen geändert, beim Einkaufen als auch bei der Freizeitgestaltung. Das sehen wir an dem großen Beratungsinteresse bei unseren Händlern und unter anderem an den steigenden Umsatzzahlen im Bikesegment.“ Viele SPORT 2000 Händler erwiesen sich dankbar für die Treue ihrer Stammkunden. Zahlreiche Kunden unterstützten die Händler gezielt nach der Krise mit Einkäufen vor Ort.

Digitalisierungs-Push: Onlineshop ergänzt stationären Handel

Die Krise wirkte wie ein Katalysator für Digitalisierungsprojekte in Unternehmen. So realisierte auch SPORT 2000 innerhalb kürzester Zeit einen Onlineshop, dem sich Händler nach wie vor freiwillig anschließen können. „Die Kombination eines informativen Onlineshops mit individueller Beratung in den stationären Geschäften sehen wir als Geschäftsmodell der Zukunft. Online ist jedoch immer als Ergänzung zu der persönlichen Erfahrung vor Ort im Store anzusehen – diese steht immer an erster Stelle“, hebt Schwarting hervor und ergänzt: „Der Kauf eines E-Bikes oder eines guten Laufschuhs ist meist genau überlegt und wird nur in seltenen Fällen online getätigt. Der Onlineshop dient hier oftmals nur als erste Informationsquelle. Beim Kauf sucht der Kunde individuelle Beratung und Service vom Händler, um das für ihn ideale Sportgerät zu finden. Hier sind unsere SPORT 2000 Händler als erste Ansprechpartner in den Regionen etabliert.“ Das Geschäftsmodell von SPORT 2000, das Spezialisierung und höchste individuelle Beratung in den Fokus stellt, beweist im Hinblick auf die aktuelle Situation seine Zukunftsfähigkeit. „Wir arbeiten stetig daran, die Spezialisierung bei SPORT 2000 weiterzuentwickeln, um Händlern auch zukünftig ein stabiles Umfeld im Sportfachhandel zu bieten“, betont Schwarting.

SPORT 2000
SPORT 2000 ist Österreichs größte Fachhändlergemeinschaft mit Sitz im oberösterreichischen Ohlsdorf und einem Marktanteil (inkl. Gigasport) von 29 Prozent. 240 Händler mit 403 Geschäften in ganz Österreich erzielten 2019 einen Umsatz von 579 Mio. Euro. SPORT 2000 Österreich (inkl. Tschechien und Slowakei) erwirtschaftete mit insgesamt 306 Sportfachhändlern und 518 Geschäften im Jahr 2019 einen Umsatz von 634 Mio. Euro.

SPORT 2000 Österreich ist Mitglied bei SPORT 2000 International, der europaweit zweitgrößten Einkaufskooperation selbstständiger Sporthändler mit 3.950 Geschäften in 23 Ländern und einem Gesamtumsatz im Jahr 2019 von 4,9 Mrd. Euro.

Weitere Informationen unter: www.sport2000.at

Foto: SPORT 2000/Stefan Leitner

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