Der EmsRadweg führt Menschen zusammen

Es war ein großes Familientreffen zum Jubiläum: Die Gründung des EmsRadwegs vor 20 Jahren hat Vertreter der Tourismusregionen Münsterland, Paderborner Land, Kreis Gütersloh, Emsland und Ostfriesland jetzt in Rheine zum Festakt zusammengeführt. Im Salzsiedehaus erlebten Wegbereiter und Wegbegleiter der ersten Stunde sowie aktuell Verantwortliche eine Reise entlang der 385 Routenkilometer sowie durch die vergangenen zwei Dekaden der touristischen Entwicklung seit dem offiziellen Auftakt am 8. Mai 2004.

Der EmsRadweg mit dem Startpunkt Hövelhof, dem Zielpunkt Emden und dem Pluspunkt Borkum hat erst jüngst einen neuen „Schnittpunkt“ hinzugewonnen. So haben die Macher bei Salzbergen die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen markiert. Auch der Markenauftritt ist pünktlich zum Jubiläum erneuert worden, so dass die Interessengemeinschaft des EmsRadwegs in Rheine voller Stolz und mit Zuversicht in die Zukunft blicken konnte.

„Der EmsRadweg bereichert seit 20 Jahren unsere Radregion. Entlang der Ems führt er durch die Münsterländer Parklandschaft und ist bei Einheimischen wie Gästen beliebter denn je“, betonte Michael Kösters, Generalbevollmächtigter beim Münsterland e.V.

Lob und Anerkennung verteilten beim Festakt als Gastgeber Rheines Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann und Steinfurts Kreisdirektor Peter Freitag. Der EmsRadweg zählt mittlerweile zur Freude aller Anrainer zu den zehn beliebtesten Flussradwegen Deutschlands und ist Mitglied der Marketinggemeinschaft „Germany’s Top River Routes“. Die jeweiligen Landesregierungen entsandten mit Frank Doods, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, und Silke Krebs, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, zwei hochrangige Vertreter, die die Glückwünsche der Bundesländer überbrachten.

Den Ausblick in die touristische Zukunft wagte vor Ort Christoph Creutzburg von der Berliner Strategie-Beratungsagentur tourismus plan B. Er fasst die Ergebnisse eines Strategie-Workshops der Interessengemeinschaft zusammen und zeigte auf, wie sich der EmsRadweg für die Zukunft fit machen will. Es gelte die Stärken und Alleinstellungsmerkmale der 385-Kilometer-Strecke herauszuarbeiten, diese digital und auf allen einschlägigen Plattformen auszuspielen. Das Thema Digitalisierung spielt auch für die Gastgeber entlang der Route eine zentrale Rolle. So geben Christian Lücke, Hotelier in fünfter Generation und Gerrit Musekamp, Leiter der Begegnungsstätte Kloster Bentlage, zu der auch Gästezimmer gehören, wertvolle Tipps für den weiteren Erfolg des EmsRadweges. Beide sind sich aber in einem Punkt einig: Die Betriebe profitieren enorm von dem beliebten Radweg.

Den EmsRadweg aus kabarettistischer Sicht nahm sich am Ende des Festaktes dann noch die Stand-Up-Comedienne Lisa Feller aus Münster vor. Sie durfte sich im Anschluss direkt mit dem Jubiläumssignet im Salinenpark Rheine verewigen.

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